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Ziel dieses Netzwerktreffens soll es sein, neue Produkte aus der Dämmbranche kennenzulernen und eine...
Einladung zum „Netzwerktreffen Energie 2013“ mit „Fachseminar“
Erstellt von: Stefan Werner Ort: Gründerzentrum Überwald, Neustadt 2, 69483 Wald-Michelbach Typ: Vortragsveranstaltungen Start: 21. März, 2013 um 17:00 Uhr Bis zum: 21. März, 2013 um 19:00 Uhr
Ziel dieses Netzwerktreffens soll es sein, neue Produkte aus der Dämmbranche kennenzulernen und einen Überblick über lukrative Förderangebote für ihre Kunden zu erhalten.
Fachseminar: 17:00-18:00 Uhr, anschl. Diskussion 17 Uhr „Dämmung aus der Natur – mehr als nur Wärmedämmung“
Dipl.-Ing. Eva Riks, Bauschadensgutachterin, Referentin im Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) Witzenhausen „Agri-Cell – Dämmstoff von der Wiese“ Vera Schwinn, BIOWERT Industrie GmbH, Brensbach
18:30 Uhr Förderprogrammme „Energetische Sanierung“ für den Privatkunden Dipl.-Ing. Claudia Felske, Bau- und Energieberatung der „Aktiven Kernbereiche Wald-Michelbach-Grasellenbach
19:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.
Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen Frau Felske unter der Telefonnummer 06207/9499230 oder unter claudia.felske@stadtentwicklung-hessen.de gerne zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt über die Zukunftsoffensive Überwald, benutzen Sie bitte nachfolgendes Antwortformular:
Hintergrundinformation: Ab diesem Jahr wird die Bau- und Energieberatung auch Bürger-Informationsveranstaltungen zu den Themen: „Sanieren im historischen Kontext“ und „Einsatz von Naturdämmstoffen“ veranstalten. Um dem dadurch gesteigerten Interesse und der zunehmenden Sensibilisierung gegenüber naturnahen Baustoffen gerecht zu werden, haben wir uns entschlossen für das regionale Fachhandwerk und die Energie-Dienstleister im Überwald vor den Bürgerveranstaltungen einen kleinen Fachworksshop zu organisieren. Wir haben dabei die Gunst der Stunde genutzt, daß beide Referentinnen bereits für den 21. März von der Gemeinde Rimbach für Südhessen gebucht worden sind und haben uns mit unserem Fachseminar vor deren Veranstaltung geschoben. Dadurch kommt der etwas ungewöhnliche Zeitraum von 17 bis 18:30 Uhr zustande.
Inhalte des Fachworkshops: Inwieweit Naturdämmstoffe schon heute für das regionale Handwerk einsetzbar sind, wird uns Frau Eva Riks, Referentin des Kompetenzzentrums HessenRohstoffe (HeRo) e.V. vorstellen: Dämmung aus der Natur – mehr als nur Wärmedämmung Die Einsparung von Heizenergie ist ein aktuelles Thema, denn immer noch werden 75% der Haushaltsenergie für die Raumwärme verbraucht. Die Kosten für die Wärmeenergie haben sich in 20 Jahren verdoppelt, daher sehen sich Hausbesitzer mit der Frage der Wärmedämmung konfrontiert, damit ihr Wohnen bezahlbar bleibt. Aber wie und mit welchem Material sollen solche Maßnahmen durchgeführt werden. Handwerker sind meist die ersten Berater, mit denen ein Hausbesitzer spricht, ihm kommt dann eine entscheidende Rolle für die Art und Weise und die Qualität einer Dämmmaßnahme zu. Wer also seinem Kunden einen guten Rat geben will, sollte eine Dämmung aus Naturfasern empfehlen. Im Fachwerkbau vertragen sich Naturfasern am besten mit Holz, Lehm und Kalk, im Dach überzeugen Hanf-, Gras-, Zellulose- und Holzfasern mit einem ausgezeichneten Schutz vor sommerlicher Hitze. Ob Außendämmung oder Innendämmung, ob Ziegelmauerwerk oder Naturstein – die Naturfasern behalten ihre warme Oberfläche, gleichen die Raumluftfeuchte aus und bilden keinen Nährboden für Schimmel und Algen. Auch der Schallschutz der Naturdämmstoffplatten ist außergewöhnlich gut.
Schließlich verbessern sich auch die Arbeitsbedingungen für die Handwerker – alles ein Grund, sich im Rahmen eines Kurzvortrages und einer kleinen Ausstellung über den Mehrwert von Naturfaserdämmstoffen zu informieren. Frau Eva Riks ist Referentin im Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo) e.V., einer Einrichtung zur Information, Beratung und Netzwerkbildung bezüglich Nachwachsender Rohstoffe.
Einen Blick über den Tellerrrand gewährt uns Frau Vera Schwinn von Biowert Industrie GmbH. In Brensbach wurde ein Verfahren entwickelt, wie aus Wiesengras ein Granulat zur Hohlraumbefüllung, der sogenannten Einblasdämmung, hergestellt werden kann: Die BIOWERT Industrie GmbH in Brensbach/Odw. arbeitet mit einem Rohstoff der in der Region praktisch in Hülle und Fülle vorhanden ist, Wiesengras. Die Anlage zur Grasveredelung ist in ihrer technisch komplexen Funktionsweise weltweit einmalig. Man arbeitet mit dem Rohstoff Gras an Innovationen, die den Kunststoffverbrauch, den CO2- Ausstoß und die Umweltbelastung reduzieren werden.
„Made in Odenwald“ sind zum Beispiel der Einblasdämmstoff AgriCellBW (100 % Gras-Zellulose) und die brandneuen BIOWERT TERRASSENPROFILE, die zu 75 Prozent aus Gras bestehen. AgriCellBW ist bauaufsichtlich zugelassen zur Dämmung von Wänden in Holzständer- und Rahmenbauweise sowie zur Dachdämmung z.B. als Zwischensparrendämmung. Als Schüttdämmstoff kann es auch von Hand auf ebenen Flächen, wie obersten Geschossdecken, eingesetzt werden. Damit eignet sich AgriCellBW auch hervorragend zur Sanierung und nachträglichen Dämmung. Das BIOWERT TERRASSENPROFIL vereint die Vorteile eines Verbundwerkstoffes wie Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit mit einem naturnahen Erscheinungsbild.
Daneben werden aus Odenwälder Gras zurzeit auch noch AgriPlastBW ein Kunststoffgranulat das je nach Anwendung bis zu 75 % aus Gras-Zellulose besteht, Düngemittel und Ökostrom hergestellt. Das Ziel von BIOWERT ist es, den Rohstoff zu 100 % auszunutzen, so dass keinerlei Abfälle oder Abwässer entstehen. Die angegliederte Biogasanlage, die unter anderem mit den anfallenden Nebenprodukten und Reststoffen betrieben wird liefert die für den Produktionsprozess benötigte Energie in Form von Strom und Wärme.. Damit praktiziert BIOWERT eine zukunftsweisende ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.